Familienleben entschleunigen

Selbst wenn Väter denken, dass ihre Frauen zuhause nichts zu tun hätten, während sie bei der Arbeit sind und das Geld verdienen, ist auch das Leben der Mütter sehr stressig. Dies bemerken die Väter erst dann, wenn es heißt Rollenwechsel und sie als Hausmann zuhause bleiben und die Kinder erziehen. Dann merken sie, dass auch ihren Frauen sehr vieles im Kopf herumschwirrt, wie Rechnungen bezahlen, Kinderzimmer aufräumen, Kinder in die Schule oder in den Kindergarten bringen, einkaufen gehen und für den Geburtstag der Schwiegermutter ein Geschenk besorgen. Sind die Kinder am Vormittag aus dem Haus, kann man das alles erledigt werden – oder doch nicht, weil dann häufig Störungen dazwischen kommen, wie der Anruf einer Freundin oder das Vorbeikommen des Schornsteinfegers, auf den man warten muss. Doch es ist wichtig auch mal das Familienleben entschleunigen zu können.

Familienleben entschleunigen – Stress im Alltag

Am Mittag, wenn die Kinder zuhause sind, möchten diese zudem etwas Warmes auf dem Tisch vorfinden, was sie lecker finden. Fürs Kochen müssen Mütter und Väter maximal 30 bis 45 Minuten einplanen. Und am Nachmittag heißt es dann die Kinder zu Freunden, zum Reiterhof oder zum Vereinssportunterricht fahren. Und dann wollen auch noch so Dinge erledigt werden wie mit der Freundin einen Kaffee trinken. Zeit für sich selbst haben nur die wenigsten Mütter und Väter, selbst wenn sie sich Hausfrau bzw. Hausmann nennen. Die Verdiener in der Familie fragen sich dann, warum ihr Ehepartner so erschöpft ist am Abend, weil dieser deren Meinung nach “nichts” den ganzen Tag über gemacht hat.

Früher oder später neigen Hausfrauen oder Hausmänner dazu, dass sie sagen, dass ihnen alles zu viel wird und suchen nach einer Art Entschleunigung für ihren Alltag. Das Problem ist, dass die Hausfrau bzw. der Hausmann damit auf recht wenig Verständnis stoßen wird bei der Familie.

Achtsamkeit walten lassen

Die Kinder möchten nämlich weiterhin ihr warmes Essen auf dem Tisch haben und überall hingefahren werden. Dabei wäre es angebracht hier ein bisschen Achtsamkeit walten zu lassen. Die Achtsamheit ist ein erster Schritt zur Entschleunigung der Betroffenen, die vielleicht schon am Scheidepunkt von Stress oder einer Depression stehen. Das bedeutet konkret, dass die Kinder ihren Eltern ein bisschen Freiraum geben müssen. Diese können dann, wenn die Kinder statt sich fahren zu lassen zur Reitstunde oder zum Judotraining unter die Dusche stellen und entspannen oder genüsslich eine Tasse Kaffee trinken bevor es weitergeht im Plan. Schon einige achtsame Moment, die der Rest der Familie den anderen im Laufe des Tages schenkt, erhöht deren Lebensqualität ungemein.

Schreibe einen Kommentar