Gesundes Öl zum Braten selbst herstellen

Heutzutage wird mehr denn je auf die Zusammensetzung und die Zubereitung von Speisen geachtet und dies betrifft vor allem Speiseöle. Ein gesundes Öl zum Braten zu finden ist für viele zur Priorität geworden, doch bei der großen Auswahl an Ölen, wissen viele nicht, welches sie wählen sollen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welches Speiseöl das gesündeste ist und wie Sie sich selbst ein Öl mit einer Ölpresse herstellen können, mit dem Sie gesund braten, kochen und selbst backen können.

Gesundes Öl zum Braten: die Top 4

Jedes Speiseöl besteht aus unterschiedlichen Arten von Fettsäuren: die einfachen, die ungesättigten sowie die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Je größer der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist, desto gesünder ist das Öl. So besitzen beispielsweise Oliven- und Rapsöle hauptsächlich einfach ungesättigte Fettsäuren, während Walnussöl beispielsweise die größte Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält und somit am gesündesten ist. Kokosöl besitzt zwar hauptsächlich gesättigte Fettsäuren, hat jedoch andere positive Eigenschaften, die es zu einer gesunden Alternativen anstelle von beispielsweise Sonnenblumenöl macht.

Olivenöl: Vor allem in der Mittelmeerdiät ist Olivenöl aufgrund seiner Inhaltsstoffe als ein beliebtes und gesundes Öl zum Braten. Vor allem natives Olivenöl, das aus den ersten Pressen von Oliven hergestellt wird, besitzt ein fruchtiges Aroma und passt somit zu vielen unterschiedlichen Gerichten. Beim Braten entweichen die Aromen. Olivenöl besitzt einen hohen Prozentsatz an einfach ungesättigten Fettsäuren und ist zudem reich an Antioxidantien, von denen Experten vermuten, dass sie die Herzgesundheit verbessern.

Avocadoöl

Dieses Öl besitzt einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Genau wie Olivenöl auch, beinhaltet es nicht viele mehrfach ungesättigten Fettsäuren, ist jedoch im Vergleich zu anderem Pflanzenöl gesünder. Zudem ist Avocadoöl auch reich an unterschiedlichen Vitaminen, sodass dieses Öl sowohl zum Braten als auch für Dressings verwendet werden kann.

Kokosöl

Das Kokosöl wird bei vielen aufgrund seiner festen Konsistenz bei Raumtemperatur als eine gesunde Alternative zu Butter angesehen. Das Öl besitzt einen hohen Anteil an Fettsäuren Proteinen, die wiederum Antioxidantien enthalten und unzählige gesundheitliche Vorteile bieten. Sie steigern das ,,gute‘‘ Cholesterin, schützen vor Leberschäden und helfen bei der Heilung von Harnwegsinfektionen.

Walnussöl

Walnussöl besteht aus einem hohen Prozentsatz an mehrfach ungesättigten Fett- sowie Omega-6-Fettsäuren. Weiterhin ist es eine gute Quelle für Vitamin E. Dieses Vitamin wirkt sich positiv auf Ihre Zellen aus und schützt diese vor freien Radikalen. 

Traubenkernöl

Dieses Öl besitzt einen sehr hohen Rauchpunkt, sodass es sehr stark erhitzt werden kann und somit ideal zum heißen Anbraten von Fleisch ist. Wie auch Walnussöl ist es reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E. Zudem ist Linolsäure im Traubenkernöl enthalten, was dabei hilft Ihren Cholesterinspiegel zu optimieren.

So können Sie Ihr Öl selbst herstellen

Sein eigenes Öl zum Braten herzustellen bringt viele Vorteile. Ein hausgemachtes Öl ist beispielsweise frei von Chemikalien und häufig auch günstiger. Als erstes müssen Sie entscheiden, welche Art von Öl Sie verwenden möchten. Die Wahl hängt davon ab, wofür Sie es verwenden. Walnussöl ist ein gutes Allzwecköl, dass Sie außer zum Braten auch zum Kochen und Backen verwenden können. Sie benötigen prinzipiell eine Ölpresse oder einen Fleischklopfer. Der eigentliche Prozess der Ölherstellung besteht nur aus der Zerkleinerung des Produkts und der anschließenden Extrahierung des Öls. Wollen Sie Ihr gesundes Öl aus Nüssen herstellen, müssen Sie die Samen lediglich in die Ölpresse geben und diese betätigen. Danach müssen Sie das Öl nochmals durch ein Sieb gießen und können es danach direkt verwenden oder in einem verschlossenen Behälter lagern. Samen- und Nussöle sind rund ein 2 – 3 Jahre haltbar.

Möchten Sie Olivenöl als Ihr gesundes Öl zum Braten selbst herstellen, können Sie dafür reife oder unreife Oliven verwenden. Wichtig ist lediglich, dass diese frisch sind. Nachdem Sie diese dann gewaschen haben, verwenden Sie die Ölpresse oder klopfen die Oliven mittels Fleischklopfer weich. Beide Varianten führen dazu, dass das Fruchtfleisch auseinanderbricht und das Öl freigesetzt wird, das sich in den Zellen der Oliven befindet. Die Paste geben Sie danach in eine große Schüssel und füllen je EL Olivenölpaste 15 ml Wasser hinzu. Nun müssen Sie alles vorsichtig mit einem Löffel für 5 Minuten verrühren, um noch mehr Öl freizusetzen. Zum Extrahieren des Öls gießen Sie die Mischung durch ein Käse Tuch oder alternativ Filterpapier. Zuletzt müssen Sie das Öl von dem Wasser trennen. Dafür nehmen Sie mittels einer Bratenspritze einfach die oberste Schicht auf (dies ist das Öl) und geben Sie dieses in einen sauberen Behälter. 

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