Ist Basketball schlecht für die Knie?

Es gibt keine Sportart, bei der man sich nicht verletzen kann. Beim Basketball sind die auch recht hoch, und vor allem vielseitig. Durch die hohen Sprünge hin zum Korb kann es schnell passieren, dass sich der Spieler diverse Arten von Verletzungen zuziehen kann. Die Palette reicht von Bänderrissen bis zu Prellungen und Zerrungen und stumpfen Verletzungen bis zum sogenannten Springerknie (jumpers knee). Ist Basketball schlecht für die Knie? Ganz kurz ist die Frage durchaus mit „Ja“ zu beantworten. Es gibt, wie bei jeder anderen Sportart auch, die Möglichkeit, dass Verletzungsrisiken auch beim Basketball erheblich minimiert werden. Das Geheimnis heißt, wie bei allen Sportarten, dass sich der Basketballer richtig aufwärmen muss. Zunächst einmal hier aber die Gründe, warum diese Sportart für die Gesundheit des Akteurs so gefährlich werden kann und woran es liegt, dass vor allem die Knie des Sportlers so gefährdet sind beim Ausüben von dieser Ballsportart. 

Erfunden von einem Arzt 

Basketball ist eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften intensiv versuchen den Ball in den gegnerischen Korb zu werfen. Die Körbe befinden sich auf einer Höhe von 3,05 Meter Höhe. Das bedeutet, dass auch große Basketballspieler schon zum Sprung ansetzen müssen, um den Ball auf diese Höhe und dann auch noch in den Korb zu bekommen. Belastet wird bei diesem Sprung das Sprunggelenk. Geht man an die Anfänge von diesem Ballsport, trifft man auf den Begründer diese Ballsportart, den kanadischen Arzt James Naismith. Das Phänomen des Springerknie (jumpers knee) hatte dieser als mögliche Folge und Verletzungsart von diesem Ballsport damals – 1891 – wohl noch nicht realisiert – auf den ersten Blick jedenfalls nicht. Naismith versuchte damals im Vergleich zum American Football eine Ballsportart zu entwickeln, bei der das Verletzungsrisiko nicht so hoch liegt. Und tatsächlich ist das Springerknie (jumpers knee) auch eine der Verletzungsrisiken, die beim Basketball nicht so häufig auftreten. Denn James Naismith sah damals auch vor, dass die Basketballer vor dem eigentlichen Spiel ein intensives Aufwärmtraining absolvieren. Dennoch bleibt Basketball schlecht für die Knie – auch auf den zweiten Blick. 

Aufwärmen schützt vor Verletzungen 

James Naismith strebte beim Entwurf der Basketball-Regeln einst ein möglichst friedvolles und wenig kampforientiertes Spiel an. Dennoch gilt Basketball heute als äußerst ruppig und vor allem auch verletzungsreich. Es sind vor allem die hohen Sprünge hin zum Korb, bei denen der Fuß beim Aufkommen auf dem Boden leicht umknicken kann. Zudem können Sprunggelenke und Bänder stark belastet bzw. überlastet werden. Und es ist eben die Gefahr von Stürzen gegeben. Vor allem die Kniegelenke werden beim Hochspringen bzw. Abspringen und Wiederlanden auf dem Boden stark beansprucht. Dies ist eben auch der Grund, warum Basketball schlecht für die Knie ist. Das sowohl im Profi-, Amateur– und sogar Schulsport vor dem Basketballtraining oder Basketballspiel vorgesehene Aufwärmen kann Verletzungen aller Art beim Basketball verhindern. Die Aufwärmübungen reichen von Dehnübungen über Dribbelübungen bis zu Fangübungen. Die Devise lautet beim Aufwärmen: Immer in Bewegung bleiben. Das gilt natürlich auch beim Spiel, wobei es hier tatsächlich um die Jagd nach Punkten geht. 

Auf die Ausrüstung kommt es an

Damit es vor allem zu keinen Verletzungen bei den Sprunggelenken, also am Knie und an den Bändern kommt, ist die richtige Ausrüstung wichtig. Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trugen die Basketballer neben dem Trikot auch obligatorisch Knie-, Ellenbogen- und Schienbeinschoner. Heute wird auf die Schoner verzichtet. Ein sehr viel höheres Augenmerk wird stattdessen auf das Schuhwerk gerichtet. Spezielle Basketballschuhe sorgen dafür, dass die Spieler auf dem Hallenboden einen guten Grip haben. Seit den 1980er Jahren hat sich in Sachen Sportschuhe einiges verändert. Das heißt, diese speziellen Sportschuhe für den Basketballsport sind gefedert und sorgen dafür, dass der Basketballspieler ohne Probleme abspringen kann in Richtung Korb und sein Sprung regelrecht beim Landen auf dem Boden abgefedert wird. Das schont die Knie und die Bänder.