Patella – einfach erklärt

Bei dem Patellaspitzensyndrom handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung im Bereich des Knies. Die Erkrankung ist chronisch, was bedeutet, dass sie entweder dauerhaft oder wiederkehrend ist. Es handelt sich weiter um eine degenerative Erkrankung, welche sukzessive zu einer Zerstörung des Knies führt. Dies gilt besonders für den Teil der Knochen und Sehnen im Bereich der Kniescheibe.

Die Ursachen

Die Ursachen dieses Syndroms liegen in einer Überbelastung begründet. Die erhöhte Belastung wird auf die Kniescheibensehne ausgeübt. Die Einwirkungen der Zugkraft können entweder zu intensiv gewesen sein oder zu plötzlich eintreten. Hierfür können sowohl Sport als auch verschiedene Alltagsbelastungen der Auslöser sein.

Weiter spielen auch innere Faktoren wie ein Kniescheibenhochstand eine Rolle. Hinzu kommt häufig eine zu geringe Dehnfähigkeit der Muskeln wie auch eine genetische Bandscheibenschwäche. Die Erkrankung Morbus Osgood.-Schlatter geht der Erkrankung häufig voraus.

Die Symptome

Die Symptomatik zeigt sich dadurch, dass es in Belastungssituationen zu Schmerzen im Knie kommt. Aber auch gewöhnliche Bewegungsabläufe können die Symptome schon hervorrufen. Auch wird das Strecken des Knies als schmerzhaft empfunden.

Schmerzen können sowohl ein einem als auch in beiden Knien auftreten. Es kommt zu einem Druckschmerz, der sich unter der Kniescheibe befindet. Insgesamt können vier Schweregrade ausgemacht werden.

Der Verlauf

Die Schmerzen treten in erster Linie bei Belastung des Knies auf. Sie sind gekennzeichnet von einer Dauerhaftigkeit und Hartnäckigkeit. Es kommt dabei immer wieder zu einem Stechen oder Brennen, was einen erhöhten Leidensdruck ausmacht und sowohl die Beweglichkeit als auch den Alltag einschränkt. Sport ist häufig nicht mehr möglich. In der Folge können auch psychische Beschwerden auftreten. Überdies ist auch ein Ruheschmerz möglich.

Durch gezielte Übungen und Therapien können die Beschwerden gelindert werden. Mögliche Therapien sind ein operativer Eingriff sowie eine medikamentöse und physiotherapeutische Begleitung. Auch Kälte und Wärme sowie eine Elektrostimulation können Linderung verschaffen. Weiter können Massagen angewendet werden oder auch eine Stoßwellentherapie.

Grundsätzlich ist der Krankheitsverlauf schwer zu verallgemeinern. Es besteht aber je nach Schweregrad grundsätzlich die Option der Heilung.

Patella

Bei der Patella handelt es sich im Prinzip um die Kniescheibe. Diese liegt als Scheibe auf dem Kniegelenk. Die Größe der Patella liegt bei 4-5 cm Länge und 2-3 cm Breite. Weiter ist sie Teil der sogenannten Sesambeine. Diese sind dafür verantwortlich, einen Schutz zwischen Sehnen und Knochen zu bilden um eine Reibung zu verhindern. Die Vorderseite der Patella hat eine konvexe Form. Sie verfügt über eine raue Oberfläche und besitzt längliche Vertiefungen. Auf der Rückseite befindet sich eine Knorpelschicht. Die Patella selbst besitzt keine eigenen Nerven oder Blutgefäße. Auch die Knorpelmasse verfügt selbst nur über wenige Zellen, was eine Regeneration erschwert.

Die Funktion der Patella

Die Patella unterstützt die natürlichen Bewegungsabläufe wie das Beugen und das Strecken des Knies. Zudem liegt hier der Ansatz des großen Oberschenkelmuskels. So wird die Kraft über die Patellasehne zum Schienbein übertragen. Außerdem ist sie für die Hebelwirkung und die sogenannte Biomechanik der Sehne verantwortlich. Als Polster rund um die Patella sind ein Schleimbeutel und ein Fettpolster, wodurch eine Reibung verhindert wird. Die Patella bildet zudem auch einen Aufprallschutz.

Typische Erkrankungen der Patella

Neben dem vorgenannten Patellaspitzensyndrom können noch weitere Beschwerdebilder auftreten. So kann es in diesem Bereich zu Muskel- oder Bänderverkürzungen kommen, zu einer Sportverletzung oder einem Trauma sowie zu einer Fehlstellung, einer falschen Ausbildung der Knieschieben oder auch einer sowohl gut- als auch bösartigen Neubildung.

Auch kann es zu einem Kniescheibenbruch kommen oder einer Arthrose. Hierdurch wiederum können Schmerzen entstehen, die Kniescheibe kann sich verschieben, springen oder auch entzünden.

Vorbeugung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Knie zu schützen und so einer Erkrankung vorzubeugen. So ist es zum Beispiel wichtig, dass man ab einem Alter von etwa 40 Jahren keine Sportarten mehr ausübt, die mit ruckartigen Bewegungen verbunden sind. Dies gilt vor allem für Ballsportarten. Hier sollte man eher auf gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Walken umsteigen.

Vor und nach dem Sport ist es zudem wichtig, die Gelenke und Sehen ausreichend zu dehnen. Ein weiterer negativer Einflussfaktor ist Übergewicht, da dieses die Gelenkt zusätzlich belastet. Es gibt auch verschiedene Übungen, die dabei helfen, den Bewegungsapparat des Knies zu stabilisieren und so auf Belastungen besser vorzubereiten.

Auch mit der richtigen Ernährung und einer ausreichenden Mineralstoff- und Vitalstoffzufuhr kann die Kniegesundheit gefördert und auch einer möglichen Arthrose vorgebeugt werden.