Wie Sie Ihrem Kind gesundes Essen schmackhaft machen

Wenn die Kids beim Essen zicken, kann das den schönsten Familienfrieden auf eine harte Probe stellen. Zum Glück gibt es ein paar Tricks, mit denen man dem Kind gesundes Essen schmackhaft machen kann – ganz ohne Zwang.

Wie Sie Ihrem Kind gesundes Essen schmackhaft machen

Der größte Fehler, den man bei Kindern bezüglich des Essens machen kann,  ist wohl der, sie zum Aufessen einer für sie ekligen Mahlzeit zu zwingen. Diese Methode führt nicht nur zu einer lang anhaltenden Aversion des Kindes diesem Gericht gegenüber, sondern ist  auch ein traumatisches Erlebnis für den kleinen Menschen. Hinweise auf den Hunger in der Welt sind ebenso kontraproduktiv. Was aber tun, wenn der Zögling Gemüse und Salat verabscheut und viel lieber täglich Pommes oder einen Burger serviert bekäme?

Koche und kauf mit deinem Kind ein

Anstatt allein über den Wochenmarkt zu hechten oder nach Feierabend  im Supermarkt rasch das Nötigste zu holen, ist es sehr hilfreich, das Kind immer wieder mal zum Einkaufen mitzunehmen. Das dauert dann zwar etwas länger, aber nur so erhält der Nachwuchs einen Bezug zur Herkunft des Essens. Und eben das ist etwas ganz anderes, als die Gerichte stets nur fertig aufgetischt zu bekommen.

Genauso empfehlenswert ist es daher, Ihr Kind beim Kochen selbst zumindest hin und wieder – sprich, so oft wie möglich – dabei sein zu lassen. Die Neugierde, welches Gewürz denn hier verwendet wird und warum Tomaten vor dem Schälen in kochendes Wasser kommen, stellt sich von ganz allein ein – und der Bezug zur Nahrung insgesamt auch. Toll für Kinder ist es auch, wenn sie ihre eigene Kresse,  Bohnen oder sonstiges Gemüse im Kinderzimmer heranziehen und pflegen dürfen. Auf diese Art wird Essen und Gemüse sogar richtig spannend!

Verweigert der Sprössling dennoch hartnäckig den Verzehr von Gemüse, so hilft nur eins: Geduld. Setzen Sie immer wieder das gleiche Produkt vor, allerdings in Varianten und versuchen Sie es mal mit Gemüse, die einen eher süßen Grundgeschmack haben – Möhren oder Erbsen etwa. Sehr hilfreich ist auch die Art der Präsentation: ein lachendes Gesicht auf dem Teller, das aus Paprika, Karottenwürfeln und einer halben Kartoffel als Nase besteht, finden die meisten Kids unwiderstehlich.

Der Nudel Trick

Bestimmte Leibspeisen wie etwa Nudeln, die phasenweise auch wechseln, sollte man so oft wie möglich variieren.  Also keinesfalls immer nur die geliebten Spaghetti auf den Tisch bringen, sondern als Alternativen auch Farfalle, Penne & Co. – natürlich immer in Kombination mit Pilzen und verschiedenen Gemüsen. Um den Kids die Vollkornvariante der Pasta schmackhaft zu machen, hilft ein einfacher Trick: lassen Sie mit verbundenen Augen einerseits die Normalvariante, andererseits die Vollkornvariante der Pasta testen: in den allermeisten Fällen finden die Kinder die Vollkornnudeln schmackhafter, was sie selbst dann sehr erstaunt, aber auch überzeugt.

Nahrung interessant machen

Sehr hilfreich ist es auch, wenn man den Kindern verschiedene Geschichten rund um für sie “neue” Lebensmittel erzählt. Mit der spannenden Info, was in welchen abenteuerlichen Ländern wächst, wird das Interesse leicht geweckt.

Aufwändige Erklärungen und Aufforderungen, dies oder das zu essen, weil es gesund sei, finden Kinder eher zum Gähnen. Viel besser ist es, ohne große Worte einfach zu sagen: das hier schmeckt super, probier mal. Funktioniert natürlich nur, wenn Sie sich das Vertrauen durch Zwangsmaßnahmen beim Essen nicht schon verscherzt haben.

Auch interessant ist das Spiel, verschiedenen Lebensmittel mit verbundenen Augen erkennen zu lassen. Das kann in größerer Runde sehr lustig sein und schärft ganz nebenbei die Geschmacksnerven – und die Neugierde. Übrigens nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Eltern!

Genießen lernen: essen Sie niemals mit oder ohne Kinder vor dem Fernseher. Wenn Sie selbst sich die Ruhe nehmen, sich beim Essen eben nur auf das Essen zu  konzentrieren, so überträgt sich diese Art des Genießens und auch der Sensibilität für den Geschmack automatisch auf die Kinder. Außerdem wird vor dem Fernseher oder beim Lesen viel zu automatisch und meist auch zu viel gegessen.

Fazit

Ist man der Ansicht, das Kind esse nicht nur am liebsten einseitig, sondern davon auch noch zu wenig, so sollte man es nicht wie irre zum Essen anhalten. Hilfreich kann ein Gespräch mit dem Kinderarzt sein, ob eine geringe Nahrungsaufnahme wirklich schon bedenklich ist. Jedenfalls sollte man weder auf spezielle Kinderlebensmittel (zu viel Zucker, Salz und künstliche Aromen) noch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, solange das Kind gesund ist.

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